Neun junge MINT-Talente aus Sachsen-Anhalt qualifizieren sich für das Bundesfinale vom Wettbewerb "Jugend forscht"

Sachsen-Anhalt/Deutschland. Für den 61. Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" haben sich neun junge Wissenschaftler*innen aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Die Landessieger*innen wurden am 10. April 2026 in Halle ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der TGZ Halle Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH und der ECH Elektrochemie Halle GmbH, präsentierten 35 Jungforscher*innen insgesamt 23 Forschungsprojekte. Der Bundeswettbewerb findet vom 28. bis 31. Mai 2026 statt. Er ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde, bei dem alle Jungforscher*innen teilnehmen, die bei einem der Jugend forscht Landeswettbewerbe den ersten Preis gewonnen haben. Neben der Präsentation der Projekte und der Bewertung durch eine Jury, erwartet die Jugendlichen ein umfangreiches Rahmenprogramm.


Landessiegerinnen im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Zoé Leider (16), Agnesa Berisha (16) und Enie Knospe (15) vom Winckelmann-Gymnasium Stendal. Mit Blick auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Gastronomie entwickelten sie ein innovatives Kochgeschirr für Induktionsherde. Es schützt vor Verbrennungen, ist ergonomischer geformt als herkömmliche Utensilien und erreicht zudem eine optimierte Energieeffizienz.

Den Chemie-Landessieg errangen Johanna Mathilda Luise Schmidt (18) und Clara Joachimi (18) vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Saale). An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersuchten sie, ob aus dem Wollfett von Schafen gewonnene Tenside als umweltfreundlicher Zusatz chemische Reaktionen im Wasser verbessern können.

Janis Rapthel (16) vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Saale) siegte im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Er präsentierte ein neuartiges Konzept zur Begrünung von Hausfassaden. Anstelle von Trägersystemen aus Metall nutzte er spezielle Matten, die direkt an die Hauswand angebracht werden und den Pflanzen als Untergrund dienen. Zusätzlich entwarf er ein integriertes Bewässerungskonzept.

In Mathematik/Informatik konnte sich Johannes Schmidt vom Gymnasium Martineum Halberstadt durchsetzen. Der 18-Jährige entwickelte eine Börsensimulationsplattform für den Einsatz im schulischen Unterricht. Im Gegensatz zu gängigen Softwaretools fördert sie langfristiges, risikoarmes Anlageverhalten und vermittelt Kompetenzen in einem breiten Spektrum an Anlageformen.

Mit dem Physik-Landessieg wurde Nele Schwabe (18) von der Landesschule Pforta in Naumburg ausgezeichnet. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nutzte sie MRT-Messungen, um Wasserströmungen in einer 3D-gedruckten sogenannten Festbettstruktur sichtbar zu machen und ihre Geschwindigkeit zu berechnen. Ihre Absicht war es, Strömungen in komplexen Systemen genau zu verstehen, etwa für optimierte chemische Reaktoren oder künftige medizinische Anwendungen.

Konrad Fassian (15) vom Elisabeth-Gymnasium in Halle (Saale) überzeugte die Jury in Technik. Am Jugendforschungszentrum Heilbronn entwickelte er einen kostengünstigen elektrischen Linearantrieb, der sich präzise ein- und ausfahren lässt und hohe Kräfte erzeugt. Sein Ziel ist es, mehrere solcher Antriebe in ein Rennsimulator-Gestell zu integrieren, um ein Fahrgefühl wie im echten Motorsport zu erzeugen: Beschleunigung, Bremsen und Kurvenlage sollen so für die Nutzenden realistisch spürbar werden.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Schaeffler AG als Bundespate.


Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 3
20459 Hamburg
Fon: 040.374 709 40
Mail: prssjgnd-frschtd
Web: www.jugend-forscht.de


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