Zehn MINT-Talente aus Sachsen-Anhalt qualifizieren sich für das 59. Bundesfinale von Jugend forscht

Halle (Saale)/Sachsen-Anhalt. Für den 59. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zehn junge MINT-Talente aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Die Landessieger*innen wurden am 5. April 2024 in Halle (Saale) ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der TGZ Halle Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH und der ECH Elektrochemie Halle GmbH, präsentierten 35 Jungforscher*innen insgesamt 20 Forschungsprojekte.


Der Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt ging an Janusz Kohnert (16), Frederik Tiede (16) und Tessa Maleen Seyfert (17). Am Schülerforschungszentrum Halle (Saale) entwickelten sie eine umweltfreundliche Kühlbox für Zahnarztpraxen. In dieser können Medikamente unkompliziert und sicher transportiert werden. Die benötigte Energie für die thermoelektrische Kühlung liefert ein Fotovoltaik-Modul.

Jette Pohl vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Saale) siegte im Fachgebiet Biologie. Die 16-Jährige ging der Frage nach, ob sich klimatische Veränderungen in ihrer Heimatstadt anhand des Blatt- und Blütenaustriebs von Winterlinden im Zusammenhang mit der Lufttemperatur nachweisen lassen. Dazu führte sie über einen Zeitraum von zwei Monaten an zehn verschiedenen Standorten im Stadtgebiet sowie in Randlagen Messungen und Beobachtungen an Bäumen durch.

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Maximilian Maurer (18) von der Landesschule Pforta in Naumburg die Jury. Am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover analysierte er das sogenannte nicht-geometrische tilt-to-length coupling (TTL). Dabei handelt es sich um den Kreuzkupplungseffekt zwischen zwei sich gegenseitig überlagernden Strahlen – eine der bekanntesten Fehlerquellen in der Laserinterferometrie im Weltraum.

Carl Friedrich Dornheim (18) und Anna Elisabeth Dornheim (14) vom Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg programmierten eine Smartphone-App, die es ermöglicht, Treffer im Schießsport präzise auszuwerten. Die Messung der getroffenen Ringe auf der Zielscheibe erfolgt dabei auf ein Zehntel genau. Die App ist günstiger als die Auswertungstechnik, die bislang bei Wettkämpfen eingesetzt wird, und wäre für jedermann verfügbar. Die beiden siegten im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Durch Windkraftanlagen werden immer wieder Vögel getötet. Physik-Landessiegerin Anne Marie Bobes (17) vom Markgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg will hier Abhilfe schaffen und analysierte anhand eines selbst entworfenen mechanischen Modells die Aerodynamik des Vogelflugs. Ihre Erkenntnisse im Bereich des Gleitflugs könnten als Basis zur Optimierung der Abschaltmechanismen von Windrädern dienen.

Den Landessieg im Fachgebiet Technik errangen Dana Karatkevich (17) und Oliver Fritz Oberender (16) vom Winckelmann-Gymnasium Stendal. Die Jungforschenden konstruierten eine kleine Windkraftanlage als Primärenergiequelle für private Haushalte. Durch Anbringen eines speziellen Vorbaus vor dem Rotor konnten sie den Wirkungsgrad des Systems entscheidend verbessern.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 59. Bundesfinale vom 30. Mai bis 2. Juni 2024 in Heilbronn statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e.V. und das Science Center experimenta als Bundespate.


Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 3
20459 Hamburg
Fon: 040.374 709 40
Mail: prssjgnd-frschtd
Web: www.jugend-forscht.de


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