JIM-Studie 2025

Deutschland. Ob für die Schule, zur Recherche oder zur Beantwortung alltäglicher Fragen: Immer mehr Jugendliche verlassen sich auf die Hilfe von KI. Doch obwohl die meisten Jugendlichen wissen, dass ihnen Pausen vom Smartphone guttun, fällt die Selbstregulierung im Umgang mit dem Gerät schwer. Das zeigen die Ergebnisse der neuen JIM-Studie 2025 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Die Studie kann kostenfrei eingesehen und heruntergeladen werden.


Die JIM-Studie 2025 zeigt deutlich, wie stark KI den Alltag Jugendlicher prägt – und wie schwer vielen der bewusste Umgang mit dem Smartphone fällt. 74 Prozent der zwölf- bis neunzehnjährigen nutzen KI inzwischen für Schulaufgaben, 70 Prozent zur Informationssuche und ChatGPT hat sich nach klassischen Suchmaschinen zum zweitwichtigsten Recherchetool entwickelt. Mehr als die Hälfte lässt sich von KI komplexe Inhalte erklären, viele halten die gelieferten Informationen für vertrauenswürdig. Gleichzeitig warnen Expert*innen vor Fehlinformationen und fehlender Quellenangabe in KI-generierten Inhalten. Sorgen bereitet auch der Umgang mit problematischen Onlineinhalten: 67 Prozent der Jugendlichen sind im letzten Monat Fake News begegnet. Trotz des Wissens um die Notwendigkeit von Pausen fällt vielen Jugendlichen die Selbstregulation im Umgang mit dem Smartphone schwer.

Die durchschnittliche Smartphone-Bildschirmzeit der Jugendlichen liegt bei knapp vier Stunden täglich. Mit dem Alter nimmt sie zu, von unter drei Stunden bei den Jüngsten (12 bis 13 Jahre) auf über viereinhalb Stunden bei den Volljährigen (18 bis 19 Jahre). Zwei Drittel der Befragten fällt es schwer, die eigene Bildschirmzeit zu regulieren. Besonders vor dem Zubettgehen hat das spürbare Auswirkungen: Rund 30 Prozent berichten, morgens oft müde zu sein, weil sie ihr Handy nachts zu spät aus der Hand legen. Zwar genießen zwei Drittel der Jugendlichen Offline-Zeiten ohne Smartphone und Internet, doch nur etwas mehr als ein Drittel schaltet das Gerät tatsächlich regelmäßig aus, um Zeit für sich zu haben.

Die vollständige Studie ist hier zu finden.


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