Deutschland. Das Leibniz-Institut für Medienforschung hat im Auftrag der Medienanstalten der Länder Bremen, Berlin-Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Studie "Darstellung von Babys und Kleinkindern in monetarisierten Social-Media-Profilen" veröffentlicht. Thematisiert wird die Rolle von Kindern in Social Media sowie deren Einfluss auf Reichweite und Vermarktung im sogenannten Family Influencing. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder gezielt zur Steigerung von Aufmerksamkeit und Interaktion eingesetzt werden und liefern Impulse für einen bewussteren Umgang mit ihrer Darstellung im digitalen Raum.
Die Studie untersucht, wie häufig und in welchen Zusammenhängen Babys und Kleinkinder in kommerziell genutzten Social-Media-Profilen erscheinen. Dabei zeigt sich, dass Kinder nicht nur Teil des dargestellten Alltags sind, sondern gezielt in Inhalte eingebunden werden, um Nähe und Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Ihre Präsenz trägt dazu bei, dass Inhalte persönlicher wirken und eine stärkere emotionale Bindung zur Community entsteht.
Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass diese Form der Darstellung auch Herausforderungen mit sich bringt. Fragen nach Privatsphäre, Einwilligung und langfristigen Folgen für die betroffenen Kinder rücken stärker in den Fokus. Auf Grundlage der Studie wurden zudem Handlungsempfehlungen für Family-Influencer*innen entwickelt, die von mehreren Landesmedienanstalten herausgegeben wurden und auf einem Gutachten des Leibniz-Instituts für Medienforschung basieren. Die Ergebnisse regen dazu an, die eigene Nutzung und Wahrnehmung solcher Inhalte kritisch zu hinterfragen und die Verantwortung im Umgang mit kindlicher Sichtbarkeit im digitalen Raum bewusster wahrzunehmen.
Alle weiteren Informationen sowie der Link zur Studie sind hier zu finden.
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