Sachsen-Anhalt. Die Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt hat die Methode "Räume erobern mit Open Brush" für Multiplikator*innen entwickelt. Die Methode lädt Teilnehmende dazu ein, mithilfe von Virtual Reality kreative Visionen für öffentliche Räume zu entwickeln, Bedürfnisse sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf das eigene Umfeld einzunehmen. Das Ziel ist es, Erfahrungen zu reflektieren, Wünsche zu artikulieren und im gemeinsamen Prozess Impulse für Veränderungen zu schaffen. Die Methode steht kostenfrei in der Methodenmediathek der Servicestelle zur Verfügung.
Wie würde ein Ort aussehen, an dem du dich entspannen, kreativ entfalten, lernen, bewegen oder einfach mit anderen zusammen sein kannst?
In der Methode "Räume erobern mit Open Brush" widmen sich die Teilnehmenden genau dieser Fragestellung. Hierfür tauchen sie in die Welt der Virtual Reality ein und betrachten ihren Alltag aus einer neuen Perspektive. Ziel ist es, kreative Visionen für zielgruppengerechte öffentliche Räume zu entwickeln. Dabei reflektieren die Teilnehmenden ihre bisherigen Erfahrungen mit öffentlichen Räumen (wie z.B. dem Park oder Jugendclub in ihrem Kiez), identifizieren Leerstellen und Bedürfnisse und entwerfen mithilfe der kostenlosen App "Open Brush" Orte, die ihre Wünsche sichtbar machen. So entsteht nicht nur ein kreativer Zugang zum unmittelbaren Quartier oder zur Umgebung, sondern auch ein Raum für Empowerment: Die Teilnehmenden werden als Expert*innen ihrer Lebenswelt ernst genommen und können selbstbestimmt ihre Ideen artikulieren.
Die Methode bietet ein interaktives Erlebnis, bei dem die Arbeit mit VR-Brillen neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet. Kreativität und Technologie treffen aufeinander: Farben, Formen und Licht werden zu Werkzeugen, um Wohlfühlorte zu entwerfen, die ihre Lebenswelten widerspiegeln.
Im gemeinsamen Prozess entstehen Visionen, die so lebendig und greifbar sind, dass sie als Impulse für echte Veränderungen dienen können – sei es in der Stadtplanung, im Jugendclub oder in geteilten Hinterhöfen. So werden Perspektiven junger Menschen sichtbar und können helfen, Räume zu schaffen, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Die Methode wurde von Nadia Boltes und Katharina Remiorz von der Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. entwickelt. Sie knüpft an die Methode "Virtual Reality: Kreativ mit Open Brush", welche von William Schubert von dineXtion erarbeitet wurde, an.
Die Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung ist eine Anlaufstelle für alle, die im Bereich der digitalen Kulturellen Bildung tätig sind oder tätig werden wollen. Sie ist einerseits eine Plattform zum Austausch und zur Fortbildung von Kulturakteur*innen in Sachsen-Anhalt. Andererseits werden neue Methoden entwickelt, getestet und zur Verfügung gestellt. Es entsteht eine Mediathek an erprobten Methoden der digitalen Kulturellen Bildung, die für alle kostenfrei zugänglich ist. Die Servicestelle für digitale Kulturelle Bildung wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt.
Diese und weitere Methoden sind hier zu finden.
.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg
Fon: 0391.244 51 63
Mail: nadia.boltes@lkj-lsa.de
Web: www.lkj-lsa.de