Sachsen-Anhalt. In der Online-Veranstaltung beleuchten der Holocaust-Überlebende Leon Weintraub und Jens-Jürgen Ventzki die Geschichte des Ghettos Łódź aus zwei sehr unterschiedlichen biografischen Perspektiven. Während Weintraub von seinen Erfahrungen im Ghetto sowie seiner Deportation und KZ-Haft berichtet, spricht Ventzki über die Rolle seines Vaters als Oberbürgermeister von Litzmannstadt, dessen Beteiligung am Holocaust sowie Fragen von Verantwortung und familiärer Täterschaft. Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen der (außer-)schulischen Bildung sowie Studierende und weitere Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung bis zum 21. September 2026 erforderlich.
Termin:
24.09.2026
16:30 bis 19:30 Uhr
Ort:
Online
Kosten:
Keine
Das Ghetto in Łódź war das am längsten existierende und nach dem Warschauer Ghetto das zweitgrößte nationalsozialistische Ghetto im besetzten Polen. Trotz seiner historischen Bedeutung steht das Ghetto in Łódź bis heute oft im Schatten anderer Orte der nationalsozialistischen Verfolgung. Die Online-Veranstaltung nimmt die Geschichte des Ghettos aus zwei unterschiedlichen biografischen Perspektiven in den Blick: Der in Łódź geborene Holocaust-Überlebende Leon Weintraub berichtet von seinen Erfahrungen im Ghetto sowie von seiner Deportation und Haft in mehreren Konzentrationslagern, darunter Auschwitz-Birkenau.
Des Weiteren spricht Jens-Jürgen Ventzki über seine Aufarbeitung der Rolle seines Vaters, der von 1941 bis 1943 Oberbürgermeister von Litzmannstadt war, und dessen Beteiligung am Holocaust. Dabei geht es auch um Fragen von Verantwortung sowie seinen Umgang mit familiärer Täterschaft.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 17. September 2026 sind hier zu finden.
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