Land fördert Kulturprojekte am "Grünen Band"

Land fördert Kulturprojekte am "Grünen Band"

Sachsen-Anhalt. Die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur werden auch im Jahr 2021 kulturelle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem "Grünen Band" fördern. Das Projekt muss sich mit den Auswirkungen der Deutschen Teilung auf die Lokal-, Regional- oder Landesgeschichte auseinandersetzen. Gefördert werden Projekte ab 5.000 Euro. Anträge können bis zum 1. Oktober 2020 eingereicht werden.


Die Förderung erfolgt gemäß den Bestimmungen der Kulturförderrichtlinie Sachsen-Anhalt. Die in dieser Richtlinie genannten Schwerpunkte wurden im Hinblick auf Vorhaben zum "Grünen Band" konkretisiert. Ein inhaltlicher Zusammenhang zum "Grünen Band" besteht immer dann, wenn sich ein Projekt mit den Auswirkungen der Deutschen Teilung auf die Lokal-, Regional- oder Landesgeschichte auseinandersetzt. Dabei ist ein Bezug zur ehemaligen Grenze und zu Grenzanlagen möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Staats- und Kulturminister Robra erklärte: "Mit der Fortführung der Förderung zum 'Grünen Band' setzen wir ein klares Zeichen in Richtung Erinnerungskultur. Gerade im Jahr des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit ist es wichtig, das Geschichtsbewusstsein weiter zu stärken und zu entwickeln. Insbesondere mit dem Blick auf die junge Generation wollen wir dabei ein authentisches Bild von der Zeit der deutsch-deutschen Teilung vermitteln."

Gefördert werden Projekte mit einer Landesförderung ab 5.000 Euro. Besonders förderwürdig sind dabei Projekte:

  • Mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, z.B. Angebote der historisch-politischen Bildung
  • Mit generationenübergreifendem Ansatz, z.B. Beteiligung von Zeitzeug*innen, Einbindung von Senior*innen
  • Unter Einbindung von Betroffenen, z.B. Berücksichtigung der Perspektive von Opfern der SED-Diktatur
  • Zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, z.B. Angebote, die von vielfältigen lokalen Akteur*innen getragen werden
  • Unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen im ländlichen Raum, z.B. Aktivitäten, die dörfliche Strukturen stärken
  • Mit grenzüberschreitenden Bezügen, z.B. Aktivitäten unter Einbeziehung von Akteur*innen auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze in den angrenzenden Ländern
  • Mit besonders nachhaltiger Wirkung, z.B. Vorhaben, die nachweislich auch über den Projektzeitraum hinaus langfristige Impulse auslösen
  • Investive Maßnahmen, z.B. zum Erhalt und zur Instandsetzung von baulichen Zeugnissen der Deutschen Teilung

Vorhaben, die eines oder mehrere der genannten Kriterien erfüllen, werden vorrangig berücksichtigt. Eine Antragstellung ist beim Landesverwaltungsamt in Halle (Referat 303) als zuständige Bewilligungsbehörde möglich. Weitere Informationen sind hier zu finden. Abgabetermin der entsprechenden Anträge ist der 1. Oktober 2020.


Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
des Landes Sachsen-Anhalt
Andreas Zirke / Presse- und Informationsamt
Referent / Referate 31 und 34
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Fon : 0391.567 66 79
Mail: ndrszrkstkschsn-nhltd
Web: www.sachsen-anhalt.de


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